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7. Juli 2025

Verpasste Chance: Haushaltsentwurf lässt Handwerk bei Stromkosten im Regen stehen

„Das ist ein herber Schlag ins Kontor für den Mittelstand“, findet Jan Bauer klare Worte zum kürzlich veröffentlichten Haushaltsentwurf der Bundesregierung. Besonders kritisiert der Präsident des Landesverbands der Kreishandwerkerschaften NRW (LV KH NRW), dass die im Koalitionsvertrag vereinbarte Entlastung von mindestens fünf Cent pro Kilowattstunde für Unternehmen und Privatkunden
gleichermaßen nun vorerst nicht Realität wird. „Dass stattdessen nur wenige energieintensive Industrien profitieren sollen, ist eine Ohrfeige nicht nur für das Handwerk.“

Denn auch unter den Handwerksbetrieben gibt es so einige, bei denen die Stromkosten zu den großen Kostenblöcken gehören. „Das sind zum Beispiel die Lebensmittelgewerke wie Bäcker und Fleischer“, sagt Bauer und verweist auf die großen Stromverbräuche der Backöfen ebenso wie auf die notwendigen Kühleinrichtungen. Durch hohe Stromkosten stark belastet würden aber auch Handwerksbetriebe in der Metallverarbeitung oder der Kfz-Branche“, nennt Bauer weitere Beispiele. „Gerade das Rückgrat der Gesellschaft- und Wirtschaft, der Mittelstand, wird wieder nicht berücksichtigt. Ein Affront gegen die inhabergeführten Familienunternehmen“, so Bauer.

„Dass nun offensichtlich ein Entlastungspaket aus dem Sofortprogramm der Bundesregierung haushalterischen Zwängen zum Opfer fallen soll, sorgt auch im Handwerk für enorme Verunsicherung“, hat Bauer im Gespräch mit Unternehmen unterschiedlicher Gewerke festgestellt. Unsicherheit, die im Extremfall dazu führt, Investitionsentscheidungen und damit dringend benötigte Wirtschaftsimpulse zurückzustellen: „Nach den Jahren des Hick-Hacks in der Ampel-Regierung hätten wir uns mehr Verlässlichkeit gewünscht.“ Ohnehin ist die Verunsicherung auch im heimischen Handwerk groß und die Wirtschaftslage bestenfalls durchwachsen: „53 Prozent der Unternehmen haben im Frühjahr keine Investitionen für 2025 geplant, 35 Prozent sahen ihre wirtschaftliche Perspektive negativ oder sogar sehr negativ“, verweist auf die Ergebnisse einer KH-Umfrage. „Es steht zu befürchten, dass die-
ser Pessimismus sich nun noch mehr verfestigt“, warnt Jan Bauer.



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